Nicht nur der Ausschuss wurde 2016 umbenannt von „Ausschuss für Bauen, Planen, Umwelt und Wirtschaft“ in „Ausschuss für Baudienste“, sondern auch das Thema Wirtschaft wurde vom aktuellen Rat und Bürgermeister vernachlässigt. Weder im Bereich einen neuen Gewerbegebietes, noch bei der Ansiedlung interessanter Wirtschaftsunternehmen läuft es in Lilienthal nicht gut, jüngstes Beispiel die Absage der Firma Energiekontor:

Energiekontor stoppt Neubaupläne

2 Jahre Planungsgespräche sind auch einfach zu lang und wenn man von dem 1. Redebeitrag im Fachausschuss dann von der Grünen Spitzenkandidatin Christina Klene gleich eine Anspielung auf die doch zu erwartende hohe Gewerbesteuer hört, die damit recht unbedarft Salz in die offene Verhandlungswunde gestreut hat, dann muss man sich nicht wundern, wenn solche Unternehmen doch wieder abwandern. Sicherlich ist es aber mehr der Alleingang der Verwaltung, hier mit dem Unternehmen verhandeln zu wollen, was dann eben auch 2 Jahre gedauert hat und nicht zum Erfolg geführt hat. Harald Rossol und ich hörten erstmalig über das Interesse eines Unternehmens an dem Standpunkt – am Verhandlungsprozess haben weder wir, noch andere Ratsmitglieder teilgenommen, was aber sicherlich ratsam gewesen wäre.

Verwaltungsangestellte und Bürgermeister haben eben einen anderen Hintergrund und Erfahrungen, die sie mit in das Gespräch bringen, als der Vorstand eines großen Unternehmens. Das ist auch nicht schlimm, aber dann sollte man sich Hilfe aus den eigenen Reihen holen und mit mehr Transparenz gegenüber den Ratsmitgliedern agieren.

Leider gibt es hier auch keinen wirklichen Plan der den Wirtschaftsstandort Lilienthal voranbringen soll, anders als in anderen Bremen-angrenzenden Kommunen. Hier gibt es Handlungsbedarf!

Lilienthal braucht dringend Maßnahmen der Wirtschaftsförderung, die wir auf kommunaler Ebene selbstständig und eigenverantwortlich, im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten, durchgeführt werden. Es geht um den Erhalt und die Stärkung der kommunalen Wirtschaftskraft, bestenfalls eine Verbesserung des Arbeitsplatzangebotes für kurze Wege und optimalerweise eine Verbesserung der örtlichen Versorgung mit Waren und Dienstleistungen. „Standortmarketing“ wird eines der ersten Themen sein, was wird im neuesten Rat angehen wollen.
Und am Ende kommt die Debatte über die „zu erwartende“ Gewerbesteuer, die wahrscheinlich im Hebesatz korrigiert gehört. Wir Querdenker haben stets jeder Gewerbesteuererhöhung nicht unsere Zustimmung gegeben, weil Lilienthal keinerlei Einnahmenproblem hat und hatte. Nun rächt es sich und ein interessantes Unternehmen kommt u.a. aus diesen Gründen nicht nach Lilienthal. Es „sei kein Schaden entstanden“ klang es aus dem Rathaus zu hören. Nicht für den Moment, für die Zukunft aber leider sehr enorm und so etwas wie mit Energiekontor darf nicht wieder passieren.
Danke an das Bild von Tumisu auf pixabay

 

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