Eins muss man der SPD Lilienthal aktuell lassen, es ist von der Unterhaltung her die spannendste Partei im Orte.

  1. Fraktionsvorsitzender abgestraft
  2. Bürgermeisterkandidatin 2. Wahl
  3. Vorstand ausgetauscht
  4. Zerstritten wie nie zuvor
  5. Völlig frei von politischen Inhalten

Klingt bitter? Ist aber so.

  1. Es rächt sich eben, wenn die SPD – mittlerweile seit Jahren – keine eigenständigen Anträge stellt, unter dem Vorsitz von Oliver Blau tatsächlich 0  (in Worten Null) Anträge. Trauriger Rekord für die alte Dame SPD. Zudem nicht nur keine eigenen Ideen zum Natur- und Umweltschutz, sondern die Anträge anderer Fraktionen werden abgelehnt, z.B. zum Geh- und Radwegekonzept, zum Carsharing, zum Regionalen Essen an den Grundschulen, Aufforstung, uvm. DDoch damit nicht genug: Der finanzielle Einsatz von Stiftungen für Baumpflanzungen wird diskreditiert und selbst nach Aufklärung durch den Landrat erfolgt keine Einsicht. Wir haben schon lange den Rücktritt vom Fraktionsvorsitzenden Oliver Blau gefordert. Die SPD Basis sieht es anscheinend ähnlich und über die Hälfte hat ihm nicht die Bürgermeisterkandidatur zugetraut. Dass er daraus nun die Konsequenzen zieht, ist nur richtig: Oliver Blau kandidiert nicht mehr für den neuen Rat.
  2. Durch den Rückzug von Herrn Blau blieb der SPD nun nichts anderes übrig, als die Zweitplatzierte zur Bürgermeisterkandidatin zu machen.
  3. Auch im Vorstand hat es gerumst, fast die komplette Führung musste ausgetauscht werden.
  4. Das alles zeigt eine deutlich zerrüttete Basis und das macht die SPD unberechenbar zumal sie
  5. bisher sehr wenig inhaltliche Aussagen getroffen hat. Um Digitalisierung soll es gehen – ist das alles? Bereits in dieser aktuellen Ratsperiode hat die SPD auf ihrem Wahlprogramm 2016-2021 so gut wie nichts umgesetzt, in vielen Punkten sogar ganz andere Haltungen eingenommen. Was passiert nun mit den Brennpunktthemen; Ein Beispiel: Kommt jetzt doch die Bebauung der Mauerseglerstraße? Ursprünglich war die SPD Fraktion jahrelang dafür, erst in den letzten 2 Jahren wurde es durch die neue Ausrichtung von Herrn Blau abgelehnt. Der ist bald weg – die alten Befürworter der vorherigen Ratsperioden sind weiterhin da.

Diese SPD hat zwar viele neue Gesichter, aber das ist Fluch und Segen zugleich, wenn man nicht weiß, wofür sie stehen. Eine Urwahl in einer Waschanlage zu organisieren ist zwar kreativ und unterhaltsam, aber soll wohl eher von den fehlenden Inhalten ablenken. Wie man hier in 4 Monaten noch glaubhaft gemeinsame Wahlkampfziele transportieren möchte ist sehr fraglich. Und wie glaubhaft die dann sind, mag anhand der Erfahrungen der letzten Jahre und einer zerrütteten Partei in Frage gestellt werden.

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