Zur Pressemitteilung des „Club of Lilienthal“ vom 22.03.21

Der nun veröffentlichte „sogenannte“ Prüfauftrag mit seiner unendlich wirkenden Begründung auf knapp 7 Seiten ist ein sehr aufgeblähtes Pamphlet voller Rechtsverdrehungen, Unterstellungen und leider auch falschen Aussagen, sogenannten „Fake News“. Es ist unsauber ausgearbeitet und es ist für ehrenamtliche Kommunalpolitiker nicht hilfreich und damit der eigens verschriebenen Aufgabe „Prozess des Um- und Neudenkens“ nicht dienlich.

Über 18 Fehler sind beim spontanen Lesen aufgefallen, hier 2 Beispiele:

  1. Seite 4 Absatz 4 Satz 1: Die Vorgänge um die vom Bürgermeister und der Ratsmehrheit (CDU/FDP-Gruppe plus Querdenker) gewollte Bebauung der Mauerseglerstraße sind nicht vergessen.
    Zu keinem Zeitpunkt war die geplante Bebauung von uns Querdenkern gewollt. Dieser Satz ist schlicht gelogen.
    Beleg:
    Auf dem eigenen Blog des Club of Lilienthal berichtet der Club of Lilienthal von unserem Mitglieder-Grundsatzbeschluß aus dem März 2020
  2. Seite 3 vorletzter Absatz: Bürgermeister, CDU/FDP-Gruppe und Querdenker haben im Gemeinderat die Mehrheit und werden die Verlagerung von wesentlichen Aufgaben auf die KWE nach positivem Ausgang ihres Prüfauftrages auch durchsetzen wollen. Zu keinem Zeitpunkt haben wir gesagt, dass wir Verwaltungsaufgaben auf die KWE verlagern wollen. Wir haben es auch nicht vor! Das ist frei erfunden und so falsch wie zudem unmöglich. (BauGB §1ff.) Am 25.02.21 habe ich in der Online-Diskursrunde vor fast ausschließlich anwesenden Mitgliedern der SPD, Grünen und Linken, dazu mehrfach und ausgiebig Stellung genommen.

Diese Eingabe des Club of Lilienthal hilft nicht. Auch die Aussage auf Seite 1 man sei ein überparteiliches Bürgerforum stimmt nicht, wenn man sich die ganze Schrift durchliest, oder mal an einer Diskursrunde teilgenommen hat.

Man hat hier eine gewisse Lilienthaler Oppositionshaltung eingenommen, ohne eigene Ideen zu entwerfen.
Beispiel:

  •  Welche Ideen hat der „Club of Lilienthal“ zum Realisieren von sozialem Wohnungsbau?
  •  Welche Ideen hat man dazu, Lilienthaler Wohnraum „bezahlbar“ zu machen?
  •  Wie steht man zur regionalen Wohnungsmarktstrategie des Kommunalverbundes, welches unter anderen von vielen SPD-, Grünen- und Linken-Politikern aus der Egion und ja auch vor Ort mitgetragen wird?
  •  Wie möchte man Wohnraum für junge Familien, Senioren, Alleinerziehenden uvm. In Zukunft in Lilienthal anbieten?
  • …viele weitere Fragen, die alle komplett unbeantwortet bleiben vom Club of Lilienthal.

Es hilft der Gemeinde nicht, von der Loge aus zu sitzen, alles zu kritisieren und nur „auf die Finger zu schauen“. Das ist zu wenig und macht diesen Club entbehrlich.

Der „Club of Rome“ ist ein Zusammenschluß von Experten. Die gemeinnützige Organisation setzt sich für eine nachhaltige Zukunft der Menschheit ein. Seitdem kämpft der Club of Rome für nachhaltige Entwicklung und setzt sich für den Schutz von Ökosystemen ein. (aus Wikipedia). Der Club of Rome ist aktiv und bietet Lösungen und liefert neue Denkanstöße.

Der Club of Lilienthal ist davon leider sehr weit entfernt. Er ist passiv, bewertend, hat keine Ideen und leistet augenscheinlich nur Wahlkampfhilfe für bestimmte Parteien.

Schade… unsere Erwartungshaltung an einen Club of Lilienthal, der überparteilich und unabhängig eigene Ideen und Lösungen anbieten will, sieht ganz anders aus. Und erst dann kann man auch gemeinsam Lösungsansätze entwickeln.

Bild von Free-Photos aus pixabay

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