Ernüchtert, aber wie erwartet, sind unsere Anfragen zu den Umweltpaketen 2019 & 2020 am vergangenen Montag im Ausschuss für Baudienste beantwortet worden. Selbst bei den beschlossenen Fahrrad-abstellmöglichkeiten mit klar definierten Standorten soll noch abgewartet werden.

Das Verhalten einzelner Ratsfraktionen, die keine eigenen Anträge erstellt haben oder lediglich Arbeitsgesprächsgruppen gründen wollten ist bekannt. Das aber auch die Verwaltung so sehr bremst und bei wichtigen Themen Geduld & Ausdauer beweisen möchte, ist schwer nachzuvollziehen.

Die Umwelt- und Naturschutzthemen, der Nachhaltigkeitsgedanke und die Debatte um den Klimawandel beweist doch, dass mehr Aufmerksamkeit und Dringlichkeit in diese Themen gehört.

Die sogenannte „Lilienthaler Krankheit“ des Verschleppens, ewigen Beratens und sich Nicht-Entscheiden-Wollen-Könnens hat auch diesen wichtigen Punkt erreicht.

Wir haben die Umweltanträge gestellt, um Maßnahmen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zu ergreifen und die Bevölkerung zu animieren, sich diesen Themen anzuschließen. Wir können von den Menschen nicht erwarten, dass sie mehr das Fahrrad benutzen sollen, wenn wir nicht bereit sind, dafür auch zeitnah die Infrastruktur zu schaffen.

Die Verwaltungsangestellten und der amtierende Bürgermeister haben durch das Tagesgeschäft anscheinend so viel zu tun, dass sie in diesen Themen nicht das gebotene Engagement walten lassen können. Dafür braucht es eine Person, die sich dafür berufen fühlt – aber keine weiteren Personalkosten verursacht. Wir haben hier eine klare Vorstellung und wollen in der nächsten Ratsperiode die Position des:

Umwelt- und Mobilitäts-Bürgermeisters

schaffen.

Lilienthal hat seit Langem 2 stellvertretende Bürgermeister, die lediglich zu Präsentationszwecken unterwegs sind. Hier wollen wir zukünftig die Ansprüche höherschrauben. So soll eine/r (oder beide) stellvertretende Bürgermeister diese Aufgabe ausführen.

Die Aufgabe umfasst alle wichtigen Themen wie Artenschutz, Gewässerschutz, strategische Verkehrsentwicklung, Landschaftspflegepläne, Biotopverbund, regenerative Energieentwicklung, Förderanträge, Klimamaßnahmen, Tierschutz, Dialog- und Ansprechpartner aller Aktiven, Netzwerkfunktion usw.

Kurzum: Ein Bürgermeister des Handelns

Hier hätten wir eine Person, die tagtäglich mit vollem Engagement sich diesen wichtigen Themen widmen kann. Eine Fortbildung zum Nachhaltigkeits-Manager u.ä. soll inbegriffen sein, damit diese Person dem Rat auch mit neuen Ideen entgegentreten kann. Diese verstärkte neue Position soll Rat- und Tatenlosigkeit und dem Verzögern von Maßnahmen entgegentreten. Diese Funktion ist parteiübergreifend und kann somit von jedem, geeigneten und gewählten, neuem Ratsmitglied besetzt werden. Neben vielen weiteren wichtigen Punkten, ist dieses ein zentrales Wahlversprechen und Angebot an die Wähler, um hier mehr Tempo, Engagement und Glaubwürdigkeit in die wichtigen Themen dieser Zeit zu installieren.

 

Bild von Free Photos auf pixabay

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